Frauen: TSG - TSV Weilimdorf 1:2


8.Spieltag Kreisliga Rems-Murr/Stuttgart am 13/11/2016

TSG Backnang vs. TSV Weilimdorf 1:2 (1:0)

(sf) Eine vermeidbare Niederlage erntete Backnangs Frauenmannschaft im letzten Heimspiel der Saison. Besonders bitter, da unsere 16-17jährigen „Frischlinge“ dem ambitionierten Kontrahenten mehr, als eine Stunde lang auf Augenhöhe begegneten und erst in der Endphase durch 2 recht fragwürdige Schiedsrichterentscheidungen aus dem Konzept gebracht und demzufolge auf die Verliererstraße gerieten.

Ohne Keeperin Larissa H. (Schule), Doppelsechserin Emma (Schüleraustausch), Flügelflitzerin Vani (Sportverbot nach OP) und Stürmerin Megan (Grippe) mal wieder nicht in Bestbesetzung auflaufend, machten die Roten dennoch von Beginn an Druck und schnürten die Gäste weitestgehend in deren Hälfte ein. Die erste zwingende Gelegenheit bot sich Kapitänin Miri aus 18m zentraler Position – ihr etwas überhasteter, dennoch wuchtiger Flachschuß landete jedoch 1m am langen Pfosten vorbei (16.). Auch in der Folgezeit wussten die engagierten Außenseiterinnen durch flüssiges Kombinationsspiel, sowie enorme Laufbereitschaft zu gefallen, während der Favorit in Durchgang 1 seiner Rolle in keinster Weise gerecht wurde und eher durch teils ruppiges Zweikampfverhalten dem Spielfluss aktiv entgegenwirkte. Vor allem Flügelstürmerin Sarah war über links kaum zu kontrollieren und daher am Führungstreffer der TSG maßgeblich beteiligt. Nach wiederholt energischem Sololauf passte sie Höhe Torauslinie scharf nach innen exakt auf Stürmerin Lou und diese verwandelte im Anschluß aus kurzer Distanz eiskalt zum überfälligen 1:0 (36.). Und weiter rollte die flinke Angriffsmaschinerie der Liganeulinge unvermindert auf das Gehäuse des Tabellen-Dritten, jedoch ohne nötige Durchschlagskraft.

Nach dem Seitenwechsel war Ausbau des Zwischenstandes erklärtes Ziel der Heimmannschaft – jedoch nicht ohne die bis dahin so bravourös gezeigte Defensivleistung zu vernachlässigen. Die Abwehr um Ersatzkeeperin Sina agierte nachwievor entschlossen, während im Spielaufbau strukturiert nach vorne kombiniert wurde. So besaß Sarah in der 52. eine gute Möglichkeit aus spitzem Winkel, aber die gegnerische Torspielerin tauchte blitzschnell ab und begrub das runde Leder unter sich. Einen zugesprochenen Freistoß kurz vor der Strafraumgrenze setzte Regisseurin Miri zwar clever über die Mauer hinweg, doch leider ebenso knapp über die Latte (63.). Wenig später enteilte Flügelstürmerin Kim über rechts sämtlichen Gegenspielerinnen und zwang abschließend die TSV-Torfrau zu einer erneut starken Parade (69.). Nichtsdestotrotz investierten die Gäste ab Minute 60 deutlich mehr, als zuvor in die Begegnung und wurden hierfür auch prompt – in Form des Unparteiischen – belohnt. Nach einem Laufduell im eigenen 16er um den Ball erhielt Innenverteidigerin Lena von ihrer Gegenspielerin einen Tritt in den Knöchel und sank unter Schmerzen (zusammen mit der in Folge stolpernden TSV-Stürmerin) zu Boden. Zur großen Überraschung zeigte der Schiedsrichter sofort auf den Elfmeterpunkt. Besagtes Strafstoßgeschenk wussten die Gäste danach sicher zum 1:1-Ausgleich zu nutzen (77.). Bedingt durch jene umstrittene Entscheidung verloren unsere Talente nun vermehrt den Zugriff auf die Partie – wogegen der bis dahin klar kontrollierte Tabellen-Dritte sichtlich an Oberwasser gewann. Der Führungstreffer der Weilimdorferinnen ließ daher nicht lange auf sich warten. Nach einem Eckstoß von rechts war die defensive Zuordnung der Roten kurzzeitig nicht vorhanden und eine gegnerische Akteurin versenkte das Spielgerät per Kopf in die Maschen – 1:2 (85.). Kurz vor Abpfiff glaubte man auf Seiten der Backnanger wenigstens noch an ausgleichende Gerechtigkeit, als eine Abwehrspielerin des TSV einen spontanen Wechsel der Sportart auf Volleyball vollführte und eine Flanke der Gastgeberinnen klar innerhalb des Strafraumes mit der Hand „baggerte“. Doch wieder legte der Unparteiische sein Veto ein und verlegte den Tatort kurzerhand vor den Strafraum. Anstatt eines Handelfmeters versuchte Linksfuß Lina wenigstens den fälligen Freistoß zu verwerten, aber ihr Versuch streifte lediglich die Torlatte und flog anschließend ins Grüne (87.). Wenig später war die temporeiche Begegnung dann auch schon beendet.

Fazit: Trotz widrig anmutender Begleitumstände müssen sich unsere Frauen zuallererst an die eigene Nase fassen: mangelnde Chancenverwertung ist/bleibt das größte Manko der Hinrunde. Somit verschenkt unser Team – trotz spielerischer Überlegenheit – erneut wichtige Punkte im direkten Duell mit Tabellennachbarn.

Es spielten: Sina Dietl – Rebecca Butz, Lena-Marie Mögle (ab 78. Louisa Kemmler), Lina Huber, Luca Jung – Angelina Malisi, Mirja Suckut – Sarah Erhardt, Kim Sailer – Eva Reinhardt, Louisa Bornhak